Die Aufgabe von Pastoral für Menschen mit Gehörlosigkeit
Pastoral für Menschen mit Gehörlosigkeit hat die Aufgabe, Möglichkeiten zu schaffen für möglichst viele Begegnungen von hörenden und hörgeschädigten Menschen und zwar auf Augenhöhe. In den Diözesen Deutschlands werden unterschiedliche Formen praktiziert, nach denen hörende und gehörlose Menschen miteinander in Beziehung kommen. Überall aber geht es um den Versuch, miteinander das Leben zu gestalten:
- bei Festen und Begegnungen, im Kontakt von Mensch zu Mensch oder von Haus zu Haus (Koinonia);
- im Feiern von Gottesdiensten, in der Sakramentenkatechese und im ganzen kirchlichen Leben (Liturgia);
- in der gelebten Caritas, wo einer dem anderen zu Hilfe kommt und zu leben hilft (Diakonia).
So kann die Frohe Botschaft Jesu von Nazareth bezeugt und verbreitet werden, dass Gott jeden Menschen liebt und unendlich wert schätzt,- egal ob er oder sie mit einer Behinderung lebt oder nicht (Martyria).
Pastoral für Menschen mit Gehörlosigkeit hat zudem die Aufgabe, hörgeschädigten Menschen Raum für Begegnung untereinander zu bieten, wo sie sich treffen und miteinander austauschen können, ohne den Druck, sich in der für sie fremden Lautsprache verständlich machen zu müssen. Menschen mit Hörschädigung brauchen viele Möglichkeiten, mit anderen Hörgeschädigten zusammen zu sein, um hier Identität und Lebensmut zu schöpfen. Nur wenn das gelingt, können sie sich andererseits auch immer wieder der Anstrengung der Integration in die hörende Welt stellen.
|