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Auf gleicher Augenhöhe

Bildausschnitt · Portrait einer blinden Frau

Blind

Die Wahrnehmungsweise von Menschen mit Sehschädigung unterscheidet sich beträchtlich von der "sehenden Welt". Unsere Gesellschaft ist ausgesprochen visuell orientiert, so dass es für sehgeschädigte Menschen schon grundsätzlich schwer ist, an Informationen zu kommen, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Besonders späterblindete ältere Menschen leben oft sehr zurück gezogen, wenn ihre sozialen Kontakte abgebrochen sind. Hauptbedürfnis bei blinden und sehbehinderten Menschen ist die Unterstützung bei Mobilität. Um sich an unbekannte Orte zu begeben, brauchen sie Begleitung. Selbst ein Blindenhund, den viel weniger blinde Menschen besitzen als man denkt, kann das Mobilitätsproblem nur zum Teil lösen.
Dennoch haben Menschen mit Sehschädigung viele Möglichkeiten, ihr Leben trotz mancher Einschränkungen positiv und kraftvoll zu gestalten. Die im Film gezeigte Frau ist blind und Mutter von vier Kindern. Sie arbeitet als Gemeindereferentin in zwei Gemeinden in Köln und gestaltet ihr Leben mit einem hohen Grad an Selbstständigkeit und Autonomie.
Die im Film simulierte Sehbehinderung und anschließende „Blindheit" soll den Zuschauer in die Situation dieser Frau Menschen versetzen.