
Körperlich behindert
Einfach aufstehen, zur Tür gehen und Besuch empfangen.
Einfach, ganz einfach und offensichtlich wirklich anstrengend. Statistisch betrachtet leisten z.B. Querschnittsgelähmte allein beim morgendlichen Aufstehen, Anziehen und Frühstücken mehr als das 3-fache von Nichtbehinderten. Dies zeigt, so einfach, trotz technischer Hilfsmittel und möglicher barrierefreier Zugänge, ist dies dann doch nicht.
Und nicht nur die Bordsteinkante, die unüberwindbare Treppe oder die unausweichlichen körperlichen Mehrbelastungen im Alltag kennzeichnen die Situation körperbehinderter Menschen. Es gibt immer wieder ständig neue Grenzen, Barrieren, Unüberwindliches, was begrenzt, ausgrenzt, hindert, behindert oder auch unmöglich macht.
Sicher, es gibt Hilfen in verschiedensten Formen, Rollstühle, orthopädischer Ersatz und Hilfsmittel, und es bleibt: ich bin auf Hilfe angewiesen. Ganz allein in allen Lagen des Lebens komme ich trotz bestem Wollen wie andere Nichtbehinderte nicht zurecht. Warum, warum gerade ich?
„Bitte, Danke, können Sie vielleicht, ja, wenn es geht sofort, vielen Dank“. Dies ist die eine Seite, „Nein, Danke, das kann ich selbst, nein, einen Augenblick, ja, es dauert ein wenig, und es geht“, ist die andere Seite.
So normal wie eben möglich: Barrieren abbauen, vor allem im Kopf; fragen; Hilfe anbieten und nicht überstülpen; Rücksicht nehmen und ermöglichen, was geht; annehmen; ernst nehmen,' Assistenz statt Fürsorge, statt von oben herab: Partnerschaft auf Augenhöhe.
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