
Psychisch krank
Stimmen hören, von fremden Mächten sich lautstark bedroht wissen und fühlen, nicht mehr Herr seiner Seele zu sein - eine, von vielen Facetten psychischer Erkrankung.
Vielfach greift medizinische Hilfe; Behandlung mit Hilfe von Psychiatern, Tabletten und anderen therapeutischen Hilfen, oftmals sind Klinikaufenthalte notwendig, schaffen Erleichterung, Linderung und auch Heilung.
Sie leben mitten unter uns, in unserer Nachbarschaft, in unseren Gemeinden, ganz normal, alltäglich. Und manchmal, da brechen sie wieder aus, sogenannte Krankheitsschübe verändern die Wahrnehmung, die Gefühle und die Wirklichkeit.
Solche Belastungen - vor allem, wenn sie häufig wiederkehren oder auch auf Dauer nicht zu beheben sind - machen dann die Behinderung aus. Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörung, geringe Belastbarkeit, Vernachlässigung der eigenen Person in allen Lebensbereichen etc. haben häufig soziale Vereinsamung zur Folge. Man kümmert sich um nichts, wird nicht verstanden, fühlt sich abgelehnt und ausgestoßen, weil man so anders, merkwürdig, ja vielleicht sogar verrückt erscheint, nichts mehr leisten kann, nicht mithalten kann, am Rande nur zuschauend steht, stehen gelassen wird.
Und es gibt (z. Zt. noch) viele Hilfsangebote. Kleinwohnheime, Kontakt- und Beratungsstellen, beschützende Werkstätten, medizinische und pflegerische Hilfen, betreutes Wohnen, sozialpsychiatrische Dienste, Hilfe von Gesundheitsämtern und Krankenhäusern, wahrscheinlich ebenfalls ganz in unserer Nähe, quasi um die Ecke.
Eine wichtige Hilfe für psychisch kranke und psychisch behinderte Menschen sind Menschen. Nicht mehr ganz allein sein, miteinander reden können (auch wenn es schwer fällt), sich angenommen wissen, trotz ihrer/seiner Andersartigkeit, aushalten, dass es ihr/ihm heute schlecht geht, einfach da sein ohne viel Worte, den Weg des Auf und Ab einfach mitgehen können, normal sein, Mensch sein.
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