Deutsche Bischofskonferenz · Arbeitsstelle Pastoral für Menschen mit Behinderung Link zur Startseite  Deutsche Bischofskonferenz · Arbeitsstelle Pastoral für Menschen mit Behinderung
vorhergende Seite

Auf gleicher Augenhöhe

Zwei Frauen sprechen Gebärdensprache

Hörgeschädigt

Viele akustische Signale prägen unser Leben: Wecker, Musik, Radiosprecher, Autohupe, Bahnhofsdurchsage, Schritte, Türenschlagen, ja selbst Kaffee eingießen, ein Glas absetzen oder Magenknurren - alles das sind Geräusche, deren wir uns überhaupt nicht bewusst sind, die wir aber wie ein ununterbrochenes Hintergrundgeräusch hören, - wenn wir nicht gehörlos sind. Gehörlos sein bedeutet: alle diesen akustischen Signale nicht wahrnehmen können. Es bedeutet auch, statt dessen viel stärker auf optische Signale, Kommunikationshilfen und visuelle Sprachform angewiesen zu sein.
Überall da, wo die Umwelt keine Rücksicht auf die allgemeinen Lebensgewohnheiten und die speziellen Bedürfnisse der Menschen mit Gehörlosigkeit nimmt, wird das Leben für die Betroffenen schwer und das Zusammenleben behindert. Der Film zeigt das am Beispiel einer gehörlosen Frau, die am Arbeitsplatz in einen Konflikt gerät, den sie überhaupt nicht einschätzen und deshalb auch nicht angehen und lösen kann, bis sie mit der Unterstützung durch Menschen, die versuchen ihr auf Augenhöhe zu begegnen, den Konflikt versteht und ihre Kränkung überwinden kann.
Der Film macht deutlich: Gehörlosigkeit ist in erster Linie eine Kommunikationsbehinderung. Ein Mensch mit Gehörlosigkeit, so könnte man sagen, ist nicht behindert, - er wird behindert. Auf Augenhöhe mit diesem Menschen zu sein, heißt zum Beispiel: auf Gebärdenkommunikation achten; für ausreichende Beleuchtung sorgen; den Betreffenden direkt ansprechen und sofort nachfragen, wenn etwas nicht verständlich war.