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Auf gleicher Augenhöhe

Bildausschnitt · Behinderter junger Mann  · Portrait

Geistig behindert

Auch heute wird noch immer von "Mongoloiden I Mongolismus I mongoloid" gesprochen. Leider sind solche Namensgebungen nicht nur "Schall und Rauch". Mit solchen Bezeichnungen werden Vorurteile und nicht zutreffende Informationen transportiert und nach wie vor festgeschrieben. Genau dies verhindert eine Begegnung auf gleicher Augenhöhe mit Menschen mit Down-Syndrom.
Menschen mit Down-Syndrom haben in jeder Körperzelle 47 Chromosomen, während normalerweise jede menschliche Zelle 46 Chromosomen hat. Das Chromosom Nr. 21 ist dreifach vorhanden, deshalb spricht man auch von einer Trisomie 21.
Weil sich die Chromosomenveränderung durch die vorgeburtliche Präimplantationsdiagnostik feststellen lässt, werden heute 98 % der diagnostizierten Down-Syndrom-Menschen abgetrieben.
Diese Form von geistiger Behinderung wird also seltener. Diese Tendenz kann voranschreiten, wenn auch andere Formen von (geistiger) Behinderung vorgeburtlich feststellbar sind und diese Menschen dann durch Abtreibung am Leben gehindert werden.
Die geistigen Fähigkeiten der Menschen mit Down-Syndrom wurden in der Vergangenheit unterschätzt. Sie sind erstaunlich lernfähig, wenn man ihnen wirklich gleichrangig begegnet und ihnen die Chancen gibt, sich zu entfalten. Wie groß das Entwicklungspotential tatsächlich ist, bleibt nach wie vor eine noch offene - (auch wissenschaftliche) - Frage. Nur so viel ist sicher, diese Menschen sind so verschieden wie alle anderen auch und haben ihre individuellen Begabungen, Fähigkeiten, Gefühle und Neigungen. Sie erwidern Ausdrücke der Freundschaft und werden durch rücksichtsloses Benehmen verletzt.